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Liebe
Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinden in Binz, Zirkow
und Lancken-Granitz! Liebe Gäste!
Ein
kleines Mädchen kam zur Taufe. Sie stand mit ihrer Mutter
und den beiden Patinnen am Taufbecken. Als die drei Hände
voller Wasser über ihren Kopf fließen sollten, kniff
sie die Augen zu und sagte: Aber nicht mit Shampoo bitte!
Alle mussten natürlich lachen. Aber man hätte die
Bemerkung auch ganz ernsthaft auffassen können. Zur Taufe
gehört selbstverständlich kein Shampoo. Aber Christen
haben die Taufe immer auch als Reinigung verstanden. Taufe ist
die Bereinigung des bisherigen Lebens. In der Taufe werden Menschen
mit Wasser und Gottes gutem Geist erfrischt zu einem
neuen Leben. Im Epheserbrief (Eph. 4,24) heißt es: Legt
von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Lebenswandel.
Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen
Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit
und Heiligkeit. In manchen Familien gibt es ein Taufkleid,
das von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird.
Eigentlich dürfte das Taufkind noch nicht in diesem Kleid
zum Taufgottesdienst kommen, sondern das Taufkleid dürfte
erst unmittelbar nach der Taufe angezogen werden, denn es symbolisiert
das Anziehen des neuen Menschen.
In
der Orthodoxen Kirche ist dieser Ritus augenfälliger. Da
wird das Kind ganz ausgezogen, gesegnet und mit Öl gesalbt
und dann dreimal ganz im Taufwasser untergetaucht. Das Geschrei
können Sie sich vorstellen! Aber dann wird ein neues Kleid
ein neuer Mensch angezogen. Und ein Kind mit einem neuen
Kleid, stolz wie ein Prinz, wie eine Prinzessin, können
Sie sich auch vorstellen. Taufe heißt Eintauchen. Aber
nicht nur ins Wasser werden wir eingetaucht.
Den Taufbefehl Jesu an seine Jünger im Matthäusevangelium
(Mt. 28,19) kann man auch übersetzen mit: Gehet hin
und machet zu Jüngern aller Völker: Taufet sie in
den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.
Wir werden eingetaucht in den Namen des dreieinigen Gottes.
Gott ist wie ein Raum, ein schützender Lebensraum.
Aber
wir werden auch eingetaucht in eine lange Tradition.
In der St. Andreas-Kirche zu Lancken-Granitz, die seit dem 1.
Januar 2010 zum Pfarramt Binz gehört, gibt es eine schöne
Taufschale mit der Inschrift:
Christian Coldewitz hat dieses Becken Gott zu Ehren und der
Kirchen zum Besten
verehret * 1684
Wie viele Menschen an diesem Taufbecken die Taufe empfangen
haben, wissen wir nicht.
Aber es ist ein wundervoller Gedanke zu wissen, in diese lange
Tradition hineingetauft zu sein.
Von Generation zu Generation ist die Hoffnung weitergegeben
worden, dass Gott schützender
Lebensraum ist. Von Generation zu Generation ist weitererzählt
worden, wo Gott Kraftquelle war und wie Menschen sich von Gott
gestärkt gefühlt haben. Von Generation zu Generation
ist weitergesagt worden, dass Gott auch der Ort ist, zu dem
wir Menschen unsere Klagen und Sorgen bringen können.
Aber in diese lange Tradition hineingetauft zu sein, ist auch
eine große Aufgabe. Menschen, die um diese Tradition wissen
und eigene Erfahrungen im Vertrauen auf Gott gemacht haben,
haben die Aufgabe, davon zu erzählen. Diese Erzähltradition
hat einen Abbruch erlitten durch die vergangenen Jahrzehnte
hindurch. Manche Eltern haben sich nicht getraut, ihre Kinder
zur Taufe zu bringen. Andere haben nicht davon gesprochen, weil
sie dachten, es wolle niemand hören. Aber es ist wichtig
davon zu erzählen, damit Menschen heute immer wieder die
Erfahrung machen können, die in der Lancken-Granitzer Taufschale
dargestellt ist:
Da ist zu sehen, dass Johannes der Täufer Jesus im Jordanfluß
tauft. Ein schöner Sternenhimmel öffnet sich. Eine
Taube kommt herab und erfüllt Jesus mit der Kraft des Heiligen
Geistes. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein
lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. Und dieses sagt Gott
in der Taufe zu jeder und jedem von uns: Du bist mein lieber
Sohn. Du bist meine geliebte Tochter. An dir habe ich Wohlgefallen.
Gott lasse uns eintauchen in seinen schützenden Lebensraum
und schenke es uns, ein neuer
Mensch zu werden.

Für
alle Kinder und Jugendlichen
Gott,
du hältst deine Hand über mir Unter diesem
Thema wollen wir am Sonntag,
dem 22. 8., um 9.30 Uhr Gottesdienst zum Schuljahresanfang feiern.
Besonders herzlich willkommen sind alle Kinder, die in die Schule
kommen, und alle,
die mit einem neuen Schuljahr beginnen, aber auch alle kleineren
Kinder. In diesem
Gottesdienst wird ein Kind durch die Taufe in die Gemeinde aufgenommen.
Für
die Schulkinder der 1. bis 4. Klasse beginnt am Dienstag, dem
7. 9., die Christenlehre
wieder und findet dann immer dienstags im Pfarrhaus Binz um
15.00 Uhr statt.
Die
Schulkinder der 5. und 6. Klasse sind herzlich willkommen zum
Power-Kids-
Projekt zusammen mit den Mönchgutern. Es gibt noch
extra Einladungen mit den Terminen.
Der
Konfirmandenunterricht findet auch wieder mit dem Mönchgut
gemeinsam statt, auch da mit einer gesonderten Einladung.
Alle
Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, sind zusammen mit ihren
Müttern
und/oder Vätern eingeladen zum Miniclub eingeladen
am Freitag, dem 24. 9., dem
8. 10., dem 29. 10. und dem 19. 11. jeweils ab 16.00 Uhr.
Martinsfest
feiern wir am Dienstag, dem 9. 11. Um 17.00 Uhr werden die katechetischen
Mitarbeiter von Rügen ein Spiel in unserer Evangelischen
Kirche aufführen.
Dann sind wir von der Kurverwaltung ins Haus des Gastes eingeladen,
um Martinshörnchen
miteinander zu teilen. Dorthin werden wir mit Laternen (bitte
mitbringen)
ziehen. Ein Pferd mit Martinsreiter wird uns vorangehen.
Wir laden ein in die St Andreas-Kirche
Lancken-Granitz
am
Mittwoch, dem 11. 8., um 20 Uhr zum Konzert mit der Kammerphilharomie
Köln
am Mittwoch, dem 18. 8., um 20 Uhr zum Orgelkonzert mit Gerhard
Kauffeld, Greifswald
und am Mittoch, 1. 9., um 20 Uhr zum Vortrag Rügen
in Bildern mit Pfarrer i. R. Christoph Rosenow
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